Stadtgeschichte

Wappen                                           Logo zu Rad zu Fuß zu Haus 

 

Das Stadtwappen

Seit 1939 gilt das hier dargestellte Stadtwappen, nachdem bereits seit 1403 Wappen mit drei Türmen in verschiedenster Darstellung Verwendung fanden.


Wappenaussage:
Heraldisch verweisen die drei Türme auf mittelalterliche Stadtbefestigung durch Mauern, Türme und Tore. Der zinnenbewehrte mittlere Turm verweist auf eine ehemalige Befestigung, deren Name noch in dem heutigen "Burggraben" erhalten ist. Einen sogenannten Wehrturm hatte die Heilig-Kreuz-Kirche im Siedlungskern "Alter Markt". Ihre hölzerne Wehrbrüstung wurde erst nach 1860 durch einen Steinausbau mit vier Fenstern und einer Schieferdachhaube ersetzt.

 

Siedlungsbeginn und Stadtrecht

 

Heilig-Kreuz-Kirche

 

Als im 9. und 10. Jahrhundert die Rodetätigkeit durch fränkische Siedler in den urwaldartigen Tälern der Roda und ihrer Nebenflüsse begann, entstand, unbekannt wann, auf hohem Bergsporn die Siedlung Roda. Der viereckige Turm der Heilig-Kreuz-Kirche mit seiner thüringischen Schieferdachhaube grüßt als Wahrzeichen dieses alten Marktfleckens vom Berge in die Stadt herunter.


Sein Vorgänger soll aus Holz gebaut schon 1013 als Wehrturm gedient haben. Schon frühzeitig war Stadtroda als Stadt anzusehen, denn 1251 werden "civis", d.h. Bürger, beurkundet.


Ausführliche Stadtrechte bekam sie im Jahre 1310 durch die Grafen von Schwarzburg.

 

Schloß

 

Schloß

 

Schon 1500 wird ein Schloss erwähnt, das zusammen mit der Kirche, dem Rathaus und der Hälfte aller Wohnhäuser dem großen Stadtbrand von 1638 zum Opfer fiel. Seine heutige Gestalt erhielt das Schloss in den Jahren 1663 bis 1734. Prinz Christian Wilhelm von Sachsen-Gotha-Altenburg begründete 1736 eine prinzliche Hofhaltung, die bis zur Vermählung der hier wohnenden Prinzessin Auguste Luise Friederike mit dem Erbprinzen Friedrich Karl von Schwarzburg-Rudolstadt im Jahre 1780 andauerte.


Um das Schloss herum entwickelte sich der zweite Stadtteil unten im Tal der Roda. Schon 1523 wird beurkundet, dass "sich der nidertail auch etwas gemehrt und gebraittet" habe, weshalb man damals auch den Markttag in diesen unteren Teil verlegte und in der Folge ein zweites Rathaus dort erbaute.

 

Rund um das Nonnenkloster

 

Klosterruine

                            Klosterruine aussen  

 

                            Klosterruine innen

 

Der dritte Stadtkern, damals das Dorf Klosterroda, entstand nach und nach um das 1240 von den Herren von Lobdeburg gestiftete Zisterzienser-Nonnenkloster in der Rodaaue. Nach der Gründung wurde die fromme Stiftung reich begabt an Gütern, Zinsen und Schenkungen aller Art. In 23 Dörfern besaß das Kloster Lehnshöfe. Der Propst war ein gefürchteter Herr über "Hals und Hand", da er die Gerichtsbarkeit in den Klosterdörfern ausübte.


Die Reformation in Thüringen leitete die Auflösung des Klosters ein, die sich mit dem Tod der letzten Nonne 1535 endgültig vollzog. 1852 haben sich Roda (heute Stadtroda) und die Gemeinde Klosterroda zu einer Stadtgemeinde zusammengeschlossen.

 

 

Der Amtssitz brachte Aufschwung

 

Amtssitz

 

Mit der Gründung des Reichsfürstentums Altenburg wurde Roda (später Stadtroda) 1603 Amtsstadt. Den ersten bedeutenden Aufschwung erhielt die Stadt ab 1826, da sie im nunmehrigen neuen Herzogtum Sachsen-Altenburg Verwaltungsmittelpunkt für dessen 1300 qkm großen Westkreis wurde. Neben der Verwaltungstätigkeit und der Ausbildung der altenburgischen Beamten fiel ihr dabei noch die Rolle des Standortes für die Altenburgische Irren- und Pflegeanstalt zu. Aus diesem "Genesungshaus" von 1848 entwickelte sich die heute weithin bekannte Asklepios Fachklinikum Stadtroda GmbH.

 

 

Stadtroda als Luftkurort

 

Seeblick

 

Stadtansicht

 

Die umfangreichen Waldungen um die Stadt und die klare, saubere Luft zogen verstärkt Erholungssuchende an. Seit dem Bau der Weimar-Gera-Eisenbahn im Jahre 1876 entwickelte sich dadurch die Stadt zu einem weithin bekannten Luftkurort. Es entstand das schönste Naturbad Thüringens und zahlreiche interessante Bauwerke, wie die 1907 erbaute und sehenswerte Schule. Aus der städtischen Bauschule kamen die Entwürfe für die zahlreichen Villen der Jahrhundertwende, die infolge des Kurbetriebes in Waldesnähe entstanden.


Nach dem zweiten Weltkrieg setzte eine allmähliche Rückentwicklung des Kurbetriebes ein, weil die vorhandenen Privatzimmer für die Aufnahme von Heimatvertriebenen benötigt wurden. Das verstaatlichte rückläufige Hotelwesen konnte den Ansprüchen eines Kurbetriebes ebenfalls nicht gerecht werden, und so ging 1962 der Kurbetrieb zu Ende.

Im Jahre 2000 erhielt Stadtroda das Prädikat "Staatlich anerkannter Erholungsort.

 

 

Tachover Ring

 

 

Heinrich-Heine-Straße

 

Breiter Weg

 

Ihre vorerst letzte Erweiterung erfuhr die Stadt ab 1920, als eine "Die schöne Aussicht" genannte und mit dichtem Wald bestandene Hochfläche nach und nach gerodet und in der Folge mit Villen und Zweifamilienhäusern bebaut wurde. In den Jahren der DDR wurde dieses Gebiet auch Neubaugebiet für die charakteristischen Betonbauten der Großblockbauweise, wie sie heute Randgebiete ostdeutscher Städte „zieren".

Anfang der 90 -ziger Jahre entstanden noch zwei wunderschön gelegene Wohngebiete. Das "Siechtal" und das "Lohmholz"

 

Siechtal

 

 

 

 

 

Interessantes und Wissenswertes von Stadtroda

Stadtroda besitzt einige wertvolle alte Bäume. Die erwähnenswertesten sind:

 

 

Höhenangaben über N.N. in Stadtroda:

 

Von 1873-1876 wurde die Gera-Weimar Eisenbahnstrecke gebaut. Am 28.07.1876 startete die Eröffnungsfahrt.

 

Ehrenbürger von Stadtroda:

 

Berühmte und hervorragende Persönlichkeiten der Stadt: