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Hainbücht

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Ortsteilvorstellung Hainbücht
Ortsteil von Stadtroda
Einwohner: 118 (Stand Juni 2015)   Fläche: 207,35 ha

 

Sehenswürdigkeiten: Ein bemerkenswertes Denkmal befindet sich in halber Höhe des ehemaligen Steinbruchs in der Kurve der Landstraße.1922 hat hier ein unbekannter Bildhauer zum Andenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges ein Relief in den Felsen geschlagen, welches einen sitzenden Mann, der sich auf ein gebrochenes Schwert stützt, dargestellt. Auf der Tafel darunter stehen die Namen der neun gefallenen Hainbüchter Bürger.

 

Ein weiteres Denkmal steht am Fuße des Felsmassivs, welches der Volksmund als „Hainbüchter Schweiz“ bezeichnet. Der aufgestellte Kreuzstein ist dem Pfarrer Friedrich Reinhardt von Schlöben gewidmet, der hier in dunkler Gewitternacht am 30. September 1859 den Felsen herabstürzte und in der Mühle Hainbücht verstarb.

 

Hainbücht ist seit 1994 Ortsteil von Stadtroda. Das Dorf befindet sich am Unterlauf der Roda. Hainbücht gehörte ehemals zu den rodaischen Klosterdörfern, stand unter der Gerichtsbarkeit dieses Klosters und hatte bis dahin zu zinsen. Nach der Klosterauflösung 1534 kam das Dorf zum Amt Roda. Sein Name begegnet uns 1457 als Heymbuchin, welcher einen mit Hainbuchen besetzen Ort bezeichnet und im Gegensatz zum slawisch gegründeten Nachbarort Gernewitz eine deutsche Gründung der jüngeren Rodezeit ist.

 

Seit etwa 1617 existiert die heute noch einzige betriebsfähige Wassermühle unserer Region. Heute wird hier Mischfutter für viele Tiere von Hühnern bis Rind produziert. Die Wasserkraft der Roda treibt das mittelschlächtige Stahlrad mit Holzverstrebung. Bei einem Durchmesser von 3,80 m und einer Schaufelbreite von 1,80 m entwickelt das Wasserrad eine Leistung von 20 PS. Mit seiner Kraft setzt es zwei Schrotgänge, einen Walzenstuhl, eine Quetsche und zwei Mischmaschinen sowie den Aufzug zwischen den Mühlenböden in Gang.

 

Die Mühle als technisches Denkmal steht auch Besuchern unter Voranmeldung zur Besichtigung offen.

 

Kulturträger im Ort ist der Hainbüchter Karnevalsclub HKC e.V. der außer den jährlichen Faschingsveranstaltungen auch zahlreiche Tanzabende in der Loge organisiert.