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Stadtbefestigungsanlage "Rotes Tor"

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Als sein Vorgänger, das alte "Töpfertor" verfiel und aus rotem Sandstein neu erstand, bekam dieses Stadttor den Namen "Rotes Tor". Es ist das einzig erhaltene von ehemals fünf Stadttoren und stand am Stadtausgang der alten Straße nach Gera. Mit ihm verbindet sich die Sage von der Rod'schen Möhre aus dem Jahre 1450.

 

Der Propst des Klosters Roda geriet im Jahre 1450 mit dem wohllöblichen Stadtrat in einen hitzigen Streit wegen der Braugerechtigkeit. In höchster Bedrängnis rief das Kloster den Grafen Heinrich von Gera zu Hilfe, denn der Propst kannte seine Rodaer genau und wusste, dass diese wegen dem lieben Bier schon in mancher Nachbargemeinde arge Hiebe verteilt hatten. Als das Kriegsvolk des Grafen nun heranrückte, war hier die Not groß. Man konnte den Riegel für das Stadttor nicht finden und so steckte der Torwächter kurzerhand eine lange Möhre in die Torschlaufe. Stadtroda wäre gerettet gewesen, wenn nicht eine vorwitzige Ziege in hinterhältiger Art die Möhre gefressen hätte und damit dem Feind das Tor öffnete. Seit jenen Tagen müssen sich die Einwohner den Spottnamen "Möhrenschaber" gefallen lassen.

 

Leider wurde das Rote Tor am 14. April 2010 durch einen Unglücksfall völlig zerstört. Der Wiederaufbau des Tores begann Anfang 2011 und wurde am 17. September 2011 erfolgreich beendet.