Wild- und Zoogehege Untergneus

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Ein lohnender Ausflug für Groß und Klein

Das Wild- und Zoogehege in Gneus hat sich zum Besuchermagnet entwickelt. Besucher aller Altersklassen pilgern förmlich jedes Wochenende nach Gneus um sich Auge in Auge mit den Tieren zu stellen. Rund 150 Wildtiere, darunter Rot- und Schwarzwild, Ziegen, Marderhunde, Waschbären und robuste Rinderarten, sind zu sehen.

 

Gerade hat eine Sau 6 Frischlinge bekommen und man kann den Nachwuchs hautnah bestaunen.

 

Kein Problem haben die Wildtiere auf dem rund 20 Hektar großen Areal mit den wechselnten Temparaturen.


Sie fühlen sich wohl. Und kaum nähert sich Inhaber Thomas Töpel der Zaunanlage, blickt ihn ein vierjähriger Rothirsch erwartungsvoll entgegen. Ein kurzer Ruf des 53-jährigen reicht und der Hirsch mit dem eindrucksvollen Geweih – es ist sein Drittes- steht ganz dicht am Zaun. “Viele unserer rund 150 Tiere hier im Gehege sind zahm, so dass man ihnen Auge in Auge gegenüber stehen kann”, so Thomas Töpel.


Und Interessantes zu entdecken gibt es genug auf dem Wild- und Zoogelände. Bestreben sei es, so Töpel, möglichst viele einheimische Wildtiere zeigen zu können. Schon jetzt können Besucher Rot-, Dam- und Sikawild bis hin zu den Schwarzkitteln in Augenschein nehmen. Aber auch verschiedene Ziegen- und Schafarten bis hin zu Waschbären und Marderhunden sind zu sehen. Ergänzt wird die Artenvielfalt durch robuste Rinderrassen, wie  Hochländer, Galloway oder Jakrinder.


Gefüttert werden die Tiere nur mit Naturfutter. Mais, Rüben und vorallem Heu werden angeboten. Dazu gibt es immer wieder so genanntes Fraßholz, bestehend aus Ästen, die bei Pflegemaßnahmen im Wald anfallen und an denen die Tiere die Rinde abnagen können. Die Futtermischung ist so, wie es die Wildtiere in der Natur vorfinden. Und ein Teil des Futters wird auf den gepachteten Flächen des Geheges selbst erzeugt, so Töpel.


2007 begann Thomas Töpel mit dem Aufbau der ein Jahr später in eine landwirtschaftliche Wildtierhaltung mündete. 2010 erhielt er zudem eine Zoogenehmigung. Zahlreiche Lehrgänge habe er absolviert, darunter unter anderem für Wildtierhaltung und Tiertransporte.


Die urspüngliche Idee einer Zucht von Wildtieren bis hin zum Schlachten und Verkauf aufzubauen, hat sich in kurzer Zeit vervielfältigt. Zoos in ganz Mitteldeutschland beliefert er heute mit kräftigen und gesunden Wildtieren. Gastronomen aus der Region beziehen von ihm das Wild.-_und_zoo


Doch ein wichtiges Anliegen sieht Thomas Töpel darin, den Menschen das einheimische Wild in seiner Vielfalt nahe zu bringen. Kinder- und Schülergruppen pilgern an Wandertagen zu ihm. Gern führt er sie entlang eines Rundwanderweges und erzählt ihnen wissenwertes über die Tierwelt. “In der warmen Jahreszeit strömen wahre Besucherscharen in das Gehege” so Töpel. Doch hier sieht er für sich als Alleinunterhalter Grenzen. Dringend notwendig sei es unter anderem einen Parkplatz sowie Sitzgelegenheiten zu bauen. “Doch als Alleinbetreiber kann ich das in dem Umfang nicht leisten”, sagt der 53-jährige. An Lösungen werde derzeit gearbeitet.


In der weitläufigen Anlage kann man neben Tieren auch die Bäume des Jahres aus den letzten 20 Jahren bewundern. Gern würde Thomas Töpel auch Volieren aufstellen.”Im Winter nehmen wir oftmals verletzte Greifvögel in Obhut, päppeln sie auf, um sie im Frühjahr wieder auszuwildern. In der Zwischenzeit könnten sie ihren Platz im Wildgehege finden”, stellt er sich vor. Doch auch das ist eine Frage der Finanzierung. Doch eines will er im Jahre 2012 dennoch umsetzen. Rehe sollen noch Einzug halten. Wohlwissend, dass die Haltung aufgrund der Fütterung schwierig sei.” Aber Rehe gehören zum Wildbestand einfach dazu”, so Töpel.


Erlebt hat der aus Stadtroda stammende Töpel mit seinen Tieren auch schon einiges. Sie reichen vom Turmfalken, der nach seiner gesundung Thomas Töpel nicht mehr verlassen wollte, bis zum ausgebüchsten Hirsch, der nach zwei Tagen wieder vor der Tür stand.

 

Textauszüge: OTZ/Hr. Schott

 

Anmeldungen für Kinder-, Schul- und Erwachsenführungen durch das Wild- und Zoogehege, melden Sie sich bitte bei Herrn Töpel.

 

Weitere Bilder zum Wild- und Zoogehege Untergneus finden Sie hier.

Telefon (0172) 6492946 Thomas Töpel

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