Zur Geschichte des Hauses
Zu den ältesten weltlichen Bauten in Stadtroda gehört zweifelslos das Gebäude Kreuzstraße 2, welches das Stadtmuseum beherbergt. Eine dentrochronologische Baualtersbestimmung ergab das Jahr 1639 als Baujahr des dreistöckigen Dachstuhls, während der Hauptkörper des Hauses in Steinbauweise älter erscheint. Es wird sich hier um ein Gebäude handeln, welches beim großen Stadtbrand im April 1638 durch Feuer schwer beschädigt, im Folgejahr neu errichtet worden ist.
Wir wissen nichts über seine erste Funktion, die Ausmaße des Gebäudes und der riesige Speicherboden lassen jedoch den Schluss auf ein Handelshaus zu.
Ab 1720 bis 1914 war die Superintendentur hier untergebracht. Ernst Conon Löbe, Geh. Kirchenrat und Superintendent, schrieb in diesem Hause die zweibändige Chronik von Roda, die er mit dem Jahre 1894 abschloss.
Die Besucher können hier auf historischen Pfaden wandeln. Viele Einwohner und auswärtige Bürger und Bürgerinnen haben durch ihre Schenkungen und Leihgaben die Ausstattung des Museums ermöglicht.
Vieles liegt noch im Fundus und wird bei ständig wechselnden thematischen Sonderausstellungen ans Licht der Öffentlichkeit gebracht.